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Leopard (Panthera pardus)

Allgemeines / Verbreitung

Leopard

Leopard

Abb. n. Elliot, 1883

von Marcus Skupin | Welt der Katzen (Stand: 14. März 2021)

Leoparden haben das weiteste Verbreitungsgebiet aller Großkatzen. Sie sind elegante, kräftige Einzelgänger, die in zahlreichen Ländern Asiens, Afrikas und ursprünglich bis Südeuropa vorkommen.

Leopardenfelle (Pantherfelle) wurden bereits von den Alten Ägyptern als Kleidungsstücke bei Kulthandlungen getragen. [1]

In vielen Ländern wie z.B. in der Türkei gelten Leoparden zwischenzeitlich als stark bedroht oder gar ausgestorben. Die letzten verbrieften Exemplare des Anatolischen Leoparden (Panthera pardus tulliana) wurden in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts in der Türkei erjagt und getötet. Es gibt allerdings Gerüchte, dass der anatolische Leopard dort überlebt haben und das eine oder andere Exemplar doch noch durch die unwirtlichen Gegenden des Taurus-Gebirges streifen soll.

Das aktuelle Verbreitungsgebiet des Leoparden lässt sich aus der beigefügten "range map" ersehen, die hier mit freundlicher Genehmigung von panthera.org zur Verfügung gestellt wird.

panthera.org - Verbreitung des Leoparden

Leopard

Leopard (hier noch als: "Felis leopardus")

Abbildung nach "The natural history of the felinae", Naturgeschichte der Felinae" von Sir William Jardine, 1834

27 Unterarten

Leopard im Gegenlicht

Leopard

© Marcus Skupin

Nicht zuletzt aufgrund des großen Verbreitungsgebietes sind 26 Unterarten des modernen Leoparden sowie 1 weitere Unterart benannt, von denen einige allerdings leider bereits ausgestorben sind.
Die 26 Unterarten verteilen sich mit 14 Unterarten auf den asiatischen und mit 12 Unterarten auf den afrikanischen Kontinent. Ob sich diese Zahlen bei näherem "Hinsehen" allerdings aufrecht erhalten lassen, darf bezweifelt werden und ist auch wissenschaftlich umstritten. Anhand genetischer Untersuchungen werden derzeit die asiatischen Leoparden in 8 anerkannte Unterarten (aU), die afrikanischen Unterarten zu einer anerkannten Unterart (aU) zusammengefasst.

In Europa kam übrigens vor etwa 24.000 Jahren eine zusätzliche Unterart des Leoparden vor.

Seltenste Unterart des Leoparden ist der Amurleopard (Panthera pardus orientalis), auch als Manschurei-Leopard bezeichnet. Im Jahre 2010 wurde sein Vorkommen auf unter 35 lebende Exemplare geschätzt. Ein trauriger Rekord, der ihm einen Platz im Guiness-Buch der Rekorde als seltenste Großkatze sicherte.

indischer Leopard

Indischer Leopard

© 2014, Marcus Skupin

Die Unterarten im Einzelnen:

afrikanische Unterarten des Leoparden:
Sudanleopard (P. pardus pardus, aU; Linnaeus, 1758);
Sansibarleopard (P. pardus adersi (?), aU; Sichtung in 2018 in einer Kamerafalle);
Äthiopischer Leopard (P. pardus adusta);
Berberleopard (P. pardus panthera, P. p. barbarus);
Westafrikanischer Leopard (P. pardus leopardus);
Südafrikanischer Leopard (P. pardus melanotica);
Somalialeopard (P. pardus nanopardus);
Nordafrikanischer Leopard (P. pardus panthera);
Kamerunleopard (P. pardus reichenowi);
Ruwenzorileopard (P. pardus ruwenzori);
Nordpersischer Leopard (P. pardus saxicolor; Pocock, 1927 | P. p. ciscaucasica; Satunin, 1914);
Ostafrikanischer Leopard (P. pardus suahelicus);

Leopard

Chinesischer Leopard

© Marcus Skupin

asiatische Unterarten des Leoparden:
Arabischer Leopard (P. pardus nimr, aU; Hemprich & Ehrenberg, 1833);
Amurleopard (P. pardus orientalis, aU; Schlegel, 1857);
Anatolischer Leopard (P. pardus tulliana, aU; Valenciennes, 1856);
(Nord-)Chinesischer Leopard (P. p. japonensis; Gray, 1862);
Nepalleopard (P. pardus pernigra);
Sinaileopard (P. pardus jarvisi);
Sri-Lanka- | Ceylonleopard (P. pardus kotiya, aU; Deraniyagala, 1956);
Persischer- | Kaukasusleopard (P. pardus ciscaucasicus); Mittelpersischer Leopard (P. pardus dathei);
Indochinesischer Leopard (P. pardus delacouri; Pocock, 1930);
Indischer Leopard (P. pardus fusca, aU; Meyer, 1794);
Javaleopard (P. pardus melas, aU; Cuvier, 1809);
Balutschistan- | Sindhleopard (P. pardus sindica);
Kashmir-Leopard (P. pardus milllardi , entspricht evtl. P. p. sindica)

europäische Unterarten des Leoparden:
Panthera pardus spelaea, der Höhlenleopard ( vor ca. 24.000 Jahren);

weitere Einzelheiten:

Leopard-Beschreibung

Der Leopard ist die Kleinste unter den Großkatzen. Da die männlichen Tiere um bis zu 50 % größer werden als die Weibchen, lassen sich sein Köpermaße nur annähernd genau festlegen. Leoparden ...

Lebensraum/Verhalten

Leoparden bewohnen verschiedenste Lebensräume wie Wälder bis hinauf ins Gebirge, Busch- und Grasland in Afrika und Asien. Im Wald lebende Exemplare haben oft eine dunklere Fellfärbung als ihre ...

Leopard-Ernährung

Leoparden lauern ihrer Beute auf, werfen sich auf sie und töten sie mit einem schnellen Kehlbiß. Die Nahrung des Leoparden richtet sich ganz nach ihrem jeweiligen Lebensraum und besteht ...

weitere Einzelheiten:

Leopard-Fortpflanzung

Wie die meisten Katzenarten sind auch Leoparden Einzelgänger. Üblicherweise treffen sie nur zur Paarungszeit aufeinander. Nach einer Gestationsperiode (Tragzeit) von ca. 90 Tagen werden meist ...

Leopard/Haltung

Leopard-Statistik

Kopf-Rumpf-Länge: ab 91 cm Schwanzlänge: 58 bis 97 cm Schulterhöhe: 43 bis 79 cm Gewicht: 25-90 kg Geschlechtsreife: Tragzeit: ca. 90 Tage Wurfstärke: meist 3 ...

Steckbrief Leopard

Informationen zum Leoparden in Kurzform in den Steckbriefen der Großkatzen.

Leopard historisch ...

Pantherkatzen in Meyers 1908

Pantherkatzen (Pardina Gieb. hierzu Tafel Pantherkatzen I u. II ), Raubtiergruppe aus der Gattung Katze (Felis L.), große oder mittelgroße Arten mit vollen oder ringförmigen Flecken, ohne Mähne, Q...

Weiterlesen

Quellen:

[1] Rummel, Ute: Das Pantherfell als Kleidungsstück im Kult; Bedeutung, Symbolgehalt und theologische Verortung einer magischen Insignie (2008)

Welt der Katzen: Katzenbücher und Kalender im Handel. Infos in der Rubrik Katzenbücher.

"Unter allen Geschöpfen dieser Erde gibt es nur eines, das sich nicht versklaven lässt. - Die Katze." (Mark Twain, 1835-1910)

Bengalmädchen

Erhöhter Katzenausguck (Q)

© 2016, Marcus Skupin

Jede Begegnung, die die Seele berührt, hinterlässt eine Spur, die nie vergeht ...

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