Katzen - Eine Einführung
Was ist eine Katze?
Katzen sind agile, vierfüßige Beutegreifer, deren Ursprung rund 10 bis 11 Millionen Jahre zurückliegt. Sie besitzen eine kurze Schnauze, fünf Zehen vorn, vier Zehen hinten, alle mit spitzen Krallen. Zur Ernährung benötigen Katzen überwiegend tierisches Eiweiß.
Die Hauskatze stammt genetisch von der nubischen Falbkatze (Felis silvestris libyca) ab, die sich vor einigen tausend Jahren im Nahen Osten freiwillig dem Menschen anschloss und als Urahnin aller heutigen Hauskatzen gilt.
Wie viele Katzenarten gibt es?
Es existieren 41 wilde Katzenarten, die fast weltweit verbreitet sind. Sie werden in Großkatzen und Kleinkatzen unterteilt.
Warum wurde die Katze zum Haustier?
Hauskatzen (Felis silvestris catus) konnten sich bei der Bekämpfung von Nagetieren und dem Schutz der Nahrungsvorräte des sesshaft werdenden Menschen gegen Wiesel und "Hausschlange" durchsetzen. Zunächst also aus praktischen Erwägungen geduldet, diente die Beschäftigung mit der Hauskatze zunehmend auch dem Zeitvertreib und heute ist die Katze meist Familienmitglied.
Gezielte Züchtungen der Hauskatze werden als Rassekatzen bezeichnet (zur Zeit etwa 60-80 anerkannte Rassen), bei deren Zucht wiederum zunehmend auch weitere wilde Katzenarten (Hybridzucht) verpaart werden.
Das Ansehen und die Beliebtheit der Katze hing in den vergangenen Jahrhunderten meist von der jeweiligen Kultur des Menschen ab. Vielfach wurden der Katze, schädliche und schlechte Eigenschaften zugeschrieben, die meist auf fehlendes Katzenwissen zurückzuführen sind. Einige Auffassungen dieses Katzenunwissens haben sich allerdings bis heute gehalten.
Katzen haben bereits vor Tausenden von Jahren die Erde besiedelt. Im Laufe einer langen Evolution wurde aus den Katzen schließlich das, was sie bis heute sind. - Perfekte Beutegreifer an der Spitze der Nahrungskette.
Als lange Zeit später der moderne Mensch die Welt "betrat" war die Katze bereits weit verbreitet. Sie lauerte in Höhlen, auf hohen Bäumen und im kaum durchdringlichen Dickicht; jagte einzeln im Wald ebenso wie als Rudel im offenen Gelände und auch die ungeschützten Zweibeiner dürften den Ur-Katzen gelegentlich als willkommene Beute gedient haben.
Kein Wunder also, dass die zahlenmäßig stetig wachsende Menschheit von einem gespaltenen Verhältnis zur Spezies "Katze" geprägt wurde.
Warum ist die Katze heute so weit verbreitet?
Ihre Anpassungsfähigkeit zahlt sich aus.
Die Katze wird bis heute vergöttert wie verteufelt. - Katzen rufen eine Spaltung in der Gefühlswelt vieler Menschen herauf, die sogar bis heute anhält und selbst auf die für uns harmlosen Hauskatzen übertragen wird. So beschreibt der Begriff der Ailurophobie, (zugegeben: ein Extrem) die objektiv "unbegründete" Angststörung vor Katzen.
Trotz allem konnten sich die Katzen dank ihrer ausgeprägten Anpassungsfähigkeit und Intelligenz behaupten. Heute sind sie zahlreicher denn je. Kaum ein Ort auf der Welt, an dem man sie nicht antrifft. In unseren Breiten meist in der, an die menschliche Lebensweise angepasste, Form der Hauskatze, über die, trotz der bereits recht langen gemeinsamen Geschichte mit dem Menschen, noch immer vielfältige Fehlinformationen und Halbwahrheiten kursieren.
Grund genug also, in die Katzenforschung zu investieren, aktuelle Erkenntnisse zusammenzustellen, diese zu bewerten und so das Katzenwissen nach und nach zu verbessern.
"... Heute noch hat diese kleine Kreatur nichts von ihrem Bestientum, von ihrer göttlichen Freiheit, verloren; Lauernd und unstet schweift sie durch die Höfe großstädtischer Elendsviertel wie einst durch die kostbaren Hallen von Abu Simbel und Benares ..."
Pol Sackarndt, im Jahr 1930 über die Katze
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Artikeldaten
Skupin, Marcus: Welt der Katzen, online, https://www.welt-der-katzen.de, Stand: 12.01.2026