Blaue Augen bei Katzen

Warum haben sogenannte Maskenkatzen eigentlich blaue Augen?
von Marcus Skupin

Die Frage, warum alle Maskenkatzen, zum Beispiel Siamkatze oder Heilige Birmakatze, blaue Augen haben, lässt sich auf unterschiedliche Art und Weise erklären. So wird die Entstehung der Augenfarbe der Heiligen Birmakatze in der Legende über ihre Herkunft erläutert. - Doch es gibt natürlich auch eine wissenschaftliche Erklärung für die "Blauäugigkeit".

Die Augenfarbe einer Katze ist von der Struktur des Irisstromas, der Anzahl der im Stroma eingelagerten Pigmentzellen (Melanin) und dem Vorhandensein von Pigmentepithel (das ist eine schwarze Fläche) auf dem Hintergrund der Iris abhängig.

Xantanas Xyrielle

Xyrielle

Die blaue Augenfarbe der Maskenkatzen sowie das "Babyblau" der Augen von Jungkatzen ist ein optisches Phänomen. Es tritt auf, wenn eine schwarze Fläche (das Pigmentepithel am Hintergrund der Iris) durch eine milchig trübe Gewebeschicht, das Irisstroma betrachtet wird (also immer).

Da bei Kätzchen direkt nach der Geburt jede Stroma-Pigmentierung fehlt, das Stroma darüber hinaus locker und dünn ist, erscheinen die Augen tiefblau.
Mit zunehmendem Alter der Katze (etwa ab der sechsten Lebenswoche) wird der Farbstoff Melanin gebildet. Damit entwickelt sich die Pigmentierung und die Katze erhält ihre tatsächliche Augenfarbe, die in einem Alter von rund drei Monaten voll ausgebildet ist.
Ausnahme sind hier wieder die Maskenkatzen, da sich bei diesen - aufgrund des Teilalbinismus - keine Pigmente einlagern.

Je dunkler das Blau in den Augen einer Hl. Birmakatze, desto besser.

Doch vor langer Zeit erkannte bereits Eugenie von Garvens, "was besagt das unwahrscheinlichste Blau der Augen, wenn ihrem Blick der Ausdruck fehlt, der erst durch die liebevolle Einstellung des Herrn auf das einzelne Geschöpf erwacht ...".

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Marcus Skupin, 1982

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